Wie schnell sich manchmal die Dinge ändern…
Auch wir haben in den letzten Wochen die Situation mit dem Coronavirus mitverfolgt und doch schien es etwas weit entferntes zu sein. Zuerst Asien und dann langsam Europa, wir hätten beide nicht gedacht, dass plöztlich so eine grosse Sache daraus entstehen würde. Und so waren wir zuversichtlich dass wir neben Costa Rica und danach Panama bestimmt auch nach Kolumbien übersetzen und Richtung Süden fahren können. Wir genossen die Zeit in Costa Rica und doch wurde langsam klar, dass auch wir in irgendeiner Form betroffen sein werden. Plötzlich waren wir nicht mehr sicher, ob wir wohl noch nach Panama einreisen können und ob wir es dann auch noch nach Kolumbien schaffen bevor sie die Grenzen schliessen. Kolumbien, so dachten wir, wäre ein grosses Land, was uns Zeit gäbe etwas unterwegs zu sein und abzuwarten bis sich die Grenzen wieder öffnen. So waren wir froh schlüpften wir gerade noch nach Panama hinein. Nahe der Grenze wurden wir von Maxine aufgenommen um ein, zwei Tage Pause zu machen und uns einen Überblick zu verschaffen. Und dann schienen sich die Ereignisse plötzlich zu überschlagen mit grossen Grenzschliessungen und Ausgangssperren überall auf der Welt. So wurde uns von einem Moment auf den Anderen klar, dass wir entweder abbrechen oder eine längere Weile ausharren müssen. Unsere Gastgeberin meinte dazu schlicht, dass wir so lange bleiben können wie wir wollen. Plötzlich stellten auch die meisten Fluggesellschaften ihren Betrieb ein und so mussten wir dann am Ende schnell entscheiden und handeln.

Nun sitzen wir bereits in Deutschland. Mit etwas Mühe bekamen wir einen der letzten Flüge aus Panama zurück nach Hause, eine 40 Stunden Odysee mit zwei Übernachtungen an unterschiedlichen Flughäfen und einer weiterem im Flieger. Irgendwie passend zum Rest unserer Reise.
Mehr können wir zu unserer Zukunft im Moment gar nicht sagen. Auch in Europa sind die Grenzen schwer passierbar und das öffentliche Leben auf ein Minimum heruntergefahren. Somit sind unsere Möglichkeiten etwas eingeschränkt. Auch die Zeit zu überlegen und zu entscheiden wie es weiter gehen soll hatten wir noch gar nicht. Abwarten und noch einmal los ziehen? Das abrupte Ende hinnehmen und eine Wohnung und Arbeit suchen? Beides im Moment schwer vorstellbar.
Und so bleibt im Moment wohl nur noch einmal der Blick zurück, auf die letzten Wochen in Costa Rica und Panama und auf die Reise.

Costa Rica war streckenweise sehr anstrengend. Die Strassen waren schmal und oft steil und es gab immer wieder viel Verkehr. Eine ungünstige Kombination von grossen amerikanischen Autos und Alpenstrassen. Und doch war es auch wunderschön. Die Route welche wir gewählt hatten ging durch die Berge welche sich teilweise bis über 3000 Meter über Meer erheben. So war teilweise der Klimakontrast maximal gross. In den Bergen teilweise kalt und mit etwas Glück trocken und am Meer unglaublich heiss und feucht.
Im Gegensatz zu vielen Ecken der letzten Länder in Mittelamerika ist die Natur in Costa Rica sehr gut erhalten. Es gibt noch viel Urwald und hier und dort begegnen einem auch einige spannende Tiere. Wir gönnten uns einen Aufenthalt in La Fortuna, einer kleinen Touristenstadt nordwestlich der Hauptstadt San Jose. Viele Touren und Angebote überstiegen leider unsere Budgetvorstellungen und so beschränkten wir uns auf einen Spaziergang in einem kleinen Wald um den exotischen Vögeln auf die Spur zu kommen. Bekannt ist La Fortuna auch für seine heissen Quellen. Trotz der eher europäisch angelehnten Preisen liessen wir es uns einen Abend lang gut gehen und können nun die Ecotermales wirklich sehr empfehlen.

Die Reise führte uns weiter nach San Jose zu Walker und seinem Mitbewohner. Sie nahmen uns einige Tag auf, auch um eine Pause zu machen und einige Dinge in der Hauptstadt zu erledigen. Vielen Dank an euch zwei – es war wirklich eine witzige und spannende Zeit.
Den letzten Teil in Costa Rica führte uns noch einmal durch die Berge und schliesslich am Meer entlang nach Panama zu Maxine. Auch ein ganz grosses Dankeschön an sie.

Wir haben die letzen zwei Jahre sehr genossen. Es war und ist ein riesiges Privileg, dass wir so unterwegs sein konnten, alle diese wunderschönen Orte sehen und diesen vielen wundervollen und spannenden Menschen zu begegnen. Wir hoffen dass wir die Leben dieser Menschen bereichern durften so wie sie unseres bereichert haben. Vielen Dank an sie alle, die uns begegnet sind, sich Zeit genommen oder uns beherbergt haben, für all die Geschenke egal ob immateriell oder nicht.

Hoffentlich auf Wiedersehen!

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