Auf unsere bisherige Reise zurückblickend hatten wir immer wieder einiges an Glück. Wir hatten Glück mit den meisten Menschen welche wir trafen, wir hatten keine Unfälle, waren nie ernsthaft krank und konnten alles in allem die Hindernisse welche wir vorfanden irgendwie überwinden. Manchmal mussten wir Kompromisse eingehen und manchmal konnten wir die Probleme genauso lösen wie wir es gehofft hatten. Wir hatten und haben Glück oder um es in den Worten anderer Reisender vor uns zu sagen, wir hatten kein Pech.

Einer der Gründe weswegen wir beschlossen haben nach unserer Reise in Asien in die USA zu fliegen war, dass wir hier unsere langsam zerfallende Ausrüstung einigermassen einfach reparieren oder austauschen konnten. Womit wir nicht gerechnet hatten war, dass nun nach etwa der Hälfte unserer geplanten Reise einiges unserer Ausrüstung gleichzeitig den Geist aufgeben würde. Für jedes ablebende Ding waren wir beide zum einen traurig aber auch froh um das Timing, da wir uns gerade jetzt noch in einem Land befinden, in welchem die Post zuverlässig funktioniert und viel Material einfach zu finden ist.

Wir haben uns für Santa Fe als „logistisches Zentrum“ entschieden bevor wir weiter nach Mexiko reisen. Auf Warmshowers haben wir ein wunderbares junges Paar gefunden, welche uns ihre Adresse zur Verfügung stellte um einige Pakete in Empfang zu nehmen.

Unser erster Halt nach unserer Zeit in Moab war zunächst mal der Mesa Verde National Park in Colorado. Etwas anders als die vielen wunderschönen Parks welche wir im Süden Utahs besucht haben, beeindruckte dieser nicht nur mit seiner Natur sondern viel mehr auch mit seiner langen Geschichte. Seit mehr als tausend Jahren haben Menschen in diesem Gebiet gelebt und begannen an einem Punkt ihre Behausungen in die bestehenden Klippen zu hauen und zu bauen. Wir hatten Glück noch ein Ticket für eine Tour durch einen Teil der Behausungen zu ergattern und konnten so mehr über das Puebloan Volk lernen, während wir lange Leitern hochstiegen und durch dunkle Tunnel krochen. In Mesa Verde bekamen wir auch die ersten Vorläufer des uns erwartenden Herbstes zu spüren. Auf unserem Weg in den Park wurden wir auf unserern Rädern durch einige kurze Regenschauer durchnässt und brauchten einige Zeit in dieser Höhe um wieder trocken und warm zu werden.
In Durango durften wir bei Dylan und Sandhya dann wieder eine Pause einlegen, bevor wir uns auf den restlichen Weg nach Neumexiko begaben, vielen Dank!

Auf unserem Weg nach Santa Fe beschlossen wir unsere Route etwas um einige Berge herum zu legen, merkten dabei aber nicht, dass die eine Strasse ziemlich klein war. An der Kreuzung angekommen stellten wir fest, dass sie nur eine Schotterstrasse war. Nach einigen anfänglichen Bedenken stellte sich heraus, dass die Strecke wunderschön war und wir freuten uns über unsere zufällig geglückte Wahl. Unsere Stimmung wurde etwas durch einige kalte und nasse Tage getrübt, aber am Ende kam auch die Sonne wieder zum Vorschein und trocknete uns und unser Zelt. Nur so am Rande, vor Regen blieben wir auf unserer bisherigen Reise weitgehend verschont und schienen auch so etwas Glück gehabt zu haben.

Nun sind wir in Santa Fe, reparierten einiges von unserem Material und erkundeten die älteste Provinzhaupstadt der USA. Diese lädt mit vielen Galerien zum flanieren ein. Wir verbrachten auch einige Zeit mit unseren Gastgebern Erik und Laura bei guten Essen und Gesprächen, vielen Dank auch euch zwei!

Bald werden wir die Grenze nach Mexiko überschreiten oder besser überfahren und wir sind bereits sehr gespannt auf das neue uns erwartende Land.

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