Die Zeit vergeht wie im Flug und wir können bereits Grüsse aus Thailand senden. Das 28-tägige Visum für Myanmar hat unsere Zeit in diesem Land ziemlich beschränk und wir mussten uns mit wenigen Orte begnügen, welche wir besuchen konnten. Was uns zusätzlich etwas ausgebremst hat war, dass Sam kurz vor Bagan krank wurde. Die Tage durch die Berge und auf den schlechten Strassen halfen dem Elan auch nicht sehr und so brauchten wir das erste mal kurz vor Bagan jemanden, der uns im Auto bzw. auf der Ladefläche mitnahm. Nach vier Tagen Pause hofften wir, dass wir nun wieder durchstarten können. Jedoch war bei Sam nach einem Tag die Kraft wieder wie verflogen und wir entschieden uns einen Bus in die Hauptstadt Naypyidaw zu nehmen und da noch einmal eine Pause einzulegen. Weitere 3 Tage und Antibiotika halfen Sam dann wieder auf die Beine und so konnte es weiter gehen.

Über die Autobahn gelangten wir ziemlich fix nach Hpa-An. In der Umgebung der Stadt gab es einiges zu erkunden. Noch auf dem Weg besuchten wir ein wunderschönes kleines Kloster, gebaut an einen riesigen freistehenden Steinblock. Am Eingang befanden sich heisse Quellen für die Mönche und Gäste. Über einige Treppenstufen konnte man eine höher gelegene Höhle erreichen, welche im Innern mit unterschiedlichen Buddha Statuen geschmückt war.
Um Hpa-An besuchten wir noch zwei weitere Klöster, die im ähnlichen Stil gebaut waren. Das eine war bekannt für eine Höhle mit hundertausenden Fledermäusen, welche jeweils am Abend herausfliegen und umherschwirren. Das andere war an ein grösseres Höhlensystem angeschlossen, wiederum mit vielen unterschiedlichen Verzierungen und Statuen im Innern. Über den Fluss, welcher sich an der Stadt vorbei schlängelt erreichten wir per Boot einen kleinen Berg mit wunderbarer Aussicht über die Region. Nur der Aufstieg über teils recht marode Leitern war nicht immer angenehm. Auch die Hitze begannen wir ziemlich zu merken und waren erstaunt darüber wie viel Wasser man tatsächlich ausschwitzen kann.

Auf dem kurzen Stück zwischen Hpa-An und der Grenze zu Thailand legten wir einen halben Tag Pause an einem wunderschönen Wasserfall ein. Vielen Dank an Monkeyon2weels – bei ihm haben wir den Tip gefunden.

Während unserer Zeit in Myanmar haben wir jedoch nicht nur die touristischen Attraktionen genossen. Auch die Begegnungen mit den Menschen waren immer wieder wundervoll. Trotz Schwierigkeiten in der Verständigung fanden wir immer wieder einen Weg um etwas in Kontakt zu kommen. Bei einem unserer Stops um an Julis Rad einen Platten zu flicken wetzte ein Junge kurzerhand los und stand schon recht bald mit einer neuen Vulkanisierlösung wieder vor uns. Geld wollte er dafür keines, es war einfach so geschenkt!
Viele Dinge regen uns auch zum schmunzeln und staunen an.  Sehr auffallend war, dass viele Menschen eine Art Rindenpaste benützen um sich Streifen ins Gesicht zu malen. Ebenfalls spannend war, dass alle Röcke trugen, auch die Männer, welche jeweils einen langen Wickelrock um den Bauch gebunden hatten. Ausserhalb der Städte waren die Häuser und Stände in den meisten fällen noch aus sehr einfachen natürlichen Materialien gebaut, wie Bambus als Stützen und gewoben als Wände sowie Palmenblätter als Abdeckung auf den Dächern. Vieles scheint in Myanmar noch sehr natürlich und traditionell zu sein. Da das Land so grün ist haben wir auch immer problemlos einen Zeltplatz gefunden und so war es das bisher beste Zeltland für uns – trotz offiziellem Zeltverbot für Touristen.
Sehr sonderbar erschien uns jedoch, dass zwar auf den Strassen Rechtsverkehr herrscht, aber praktisch alle Autos für Linksverkehr gebaut sind. Ob das wohl an ihren Nachbarn Indien und Thailand liegt, die jeweils Linksverkehr haben?

Auch wenn die Zeit in Myanmar kurz war blicken wir doch auf eine spannende und auch sehr interessante Zeit zurück. Und nun geht es weiter mit einem kurzen Abschnitt in Thailand auf unserem Weg nach Laos.

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